Verantwortung wahrnehmen

Verursacher der sich schleichend verschlechternden Lebensbedingungen an vielen Standorten im Wald ist letztlich der Mensch. Die Langzeitstudie nennt Witterungsextreme – als Folge des Klimawandels – und die hohe Stickstoffbelastung als Hauptgründe für den zunehmend schlechteren Gesundheitszustand des Waldes. Die sich abzeichnenden ungleichmässigeren Niederschläge und höheren Temperaturen beeinflussen den bereits gestörten Wasserhaushalt der Bäume erheblich.

Dringender Handlungsbedarf: Reduktion der Stickstoffimmission

Stickstoff wird hauptsächlich von der Landwirtschaft (Viehbetrieb und Güllebewirtschaftung) sowie von Industrie und Verkehr produziert und gelangt über die Luft in den Wald.

Ohne einschneidende Massnahmen ist die Stickstoff-Reduktion nicht zu bewerkstelligen. Lösungen und Technologien sind zum Teil bereits vorhanden. Eine konsequente Umsetzung ist erforderlich. So bieten sich zum Beispiel in der Landwirtschaft emissionsärmere Stallsysteme, abgedeckte Güllelager und das Ausbringen der Gülle mit der Schleppschlauch-Verteiltechnik anstelle des traditionellen Druckfasses an, um die Ammoniak-Emissionen zu mindern. In diesen Bereichen vollzogene Massnahmen müssen noch wesentlich verstärkt werden. Auch muss die Stickstoff-Emission durch Industrie und Verkehr weiter eingeschränkt werden.

Massnahmen für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit

Die Möglichkeiten der Waldwirtschaft, der ungünstigen Entwicklung entgegenzuwirken, sind beschränkt. Sie kann Symptome bekämpfen, aber nicht Ursachen beheben. Trotzdem empfiehlt die Studie Massnahmen, die dem Erhalt der Bodenfruchtbarkeit dienen: